Unterinntal-Bahn: Materialeinbruch in Tunnel

18. November 2005, 15:20
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1.700 Kubikmeter Material-Wasser-Gemisch eingedrungen

Innsbruck - Die Bauarbeiten für die neue Unterinntalbahn in Vomp in Tirol sind vorübergehend unterbrochen worden. Beim Tunnelbau kam es zu einer Geländesetzung an der Oberfläche. Insgesamt 1.700 Kubikmeter Wasser-Lockermaterial-Gemisch brachen in den Tunnel ein, bestätigte die Brenner Eisenbahn GmbH (BEG).

Labiles Gelände

Das Material war am vergangenen Freitag beim Vortrieb in den Tunnel eingedrungen. Im Wald oberhalb des Siedlungsgebietes Fiecht war dadurch eine 25 Meter breite und bis zu fünf Meter tiefe Einbruchstelle entstanden. Die Brenner Eisenbahn-Gesellschaft führte das "nicht vorhersehbare, seltene Ereignis" auf das besonders labile Gelände zurück. Die Bauarbeiten im Tunnel mussten gestoppt werden. Der betroffene Bereich werde derzeit stabilisiert. Die Sicherungsmaßnahmen sollen im Laufe der Woche abgeschlossen werden.

Für die umliegenden Gebäude bestand und bestehe keine Gefahr, versicherte die BEG. Das Gelände werde permanent vermessen. Voraussichtlich bis Ende des Jahres bleibt der Fußweg zwischen dem Vomper Ortsteil Fiecht und der Fahrstraße nach Weng gesperrt.

Die Bewohner sollen über den aktuellen Stand informiert werden. Die Bürgerinitiative Fiecht-Vomp, die im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung gebildet worden war, hatte die fehlende Information der BEG beklagt. Die unmittelbar betroffenen Anrainer seien nicht über den Vorfall unterrichtet worden. Die Bürgerinitiative verlangte eine Risikoanalyse, die das Restrisiko für die angrenzenden Häuser bewertet. (APA)

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