Deutsche Industrie steigerte Umsatz im September kräftig

29. November 2005, 14:50
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Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau sank allerdings um 1,5 Prozent auf knapp 6 Millionen Personen

Wiesbaden - Die deutsche Industrie hat im September ihren Umsatz im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent auf 137,4 Mrd. Euro gesteigert. Die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau sank allerdings um 90.200 Personen oder 1,5 Prozent auf knapp 6,0 Millionen Personen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Entwicklung der Industrie spiegelt den gesamtwirtschaftlichen Trend wider: Hauptstütze des Wachstums ist das boomende Auslandsgeschäft.

Der Auslandsumsatz stieg laut Statistik um 9,6 Prozent auf 56,1 Mrd. Euro. Der Inlandsumsatz nahm um 4,2 Prozent auf 81,2 Mrd. Euro zu. Untersucht wurden Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten.

Die Gesamtumsätze wichtiger Branchen entwickelten sich im September 2005 den Angaben zufolge insgesamt positiv. Deutliche Umsatzsteigerungen gegenüber September 2004 wurden in der Herstellung von Autos und Autoteilen (jeweils plus 10,4 Prozent), im sonstigen Fahrzeugbau (plus 28,9 Prozent), in der Kokerei und Mineralölverarbeitung (plus 18,3 Prozent) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen erzielt.

Überdurchschnittliche Entwicklung bei Metallern

Leicht überdurchschnittlich entwickelten sich auch die Umsätze in den Branchen Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 8,7 Prozent), Herstellung von chemischen Erzeugnissen (plus 7,0 Prozent) und Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten und Sportgeräten (plus 6,5 Prozent). Knapp unter der durchschnittlichen Umsatzsteigerung lag laut Bundesamt die Zunahme bei der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren mit plus 5,3 Prozent.

Geringere Umsatzzuwächse gab es im Ernährungsgewerbe (plus 2,7 Prozent), im Maschinenbau (plus 2,0 Prozent) und in der Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen, Elektrotechnik (plus 0,9 Prozent). Spürbare Umsatzeinbußen mussten hingegen die Bereiche Rundfunk- und Nachrichtentechnik (minus 5,5 Prozent) und Tabakverarbeitung (minus 11,9 Prozent) hinnehmen. (APA/AP)

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