"Keine Angst" vorm großen Mozart-Fest

18. November 2005, 15:25
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Fünf "Reisen" werden im Jänner an drei Tagen in der City gefeiert

"Das Mozart-Fest wird sich nicht wie ein Straßenräuber auf die Menschen schmeißen und Amadeus schreien", versprach Mozartjahr-Intendant Peter Marboe am Dienstag. Wiewohl es aber schon sein Ziel ist, mit Mozart und seinem Jubeljahr "in neue Räume, neue gesellschaftliche Schichten vorzustoßen".

Erster und gewaltiger Vorstoß in dieser Sache soll besagtes "Fest für Mozart" sein, das ab Mozarts 250. Geburtstag am 27. Jänner 2006 drei Tage lang in der City gefeiert werden soll - "und ganz Wien feiert mit", lautet der hoffnungsvolle Untertitel. Auch ohne Straßenräuberei verspricht Bürgermeister Michael Häupl: "Niemand wird sich dem Fest entziehen können." Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny beruhigt umgehend: "Keine Angst vor Mozart."

Fünf thematische Reisen

Fünf thematische Reisen werden dazu vorbereitet, an denen insgesamt 300 Künstler mitwirken werden. Von Senta Berger über Rudolf Buchbinder und Michael Köhlmeier bis hin zu den Symphonikern und dem Hugo Wolf Quartett. Orchester, Lied und Arie werden geboten, Lesung, Kabarett, Film, neue Musik und Kirchenmusik.

Als Höhepunkt wird die Krönungsmesse mit dem RSO im Stephansdom angekündigt - sie soll weltweit von derzeit 25 Sendern ausgestrahlt werden. Ein Teil eines 24-stündigen Mozart-Programmes, von dem vier Stunden live aus Wien bestritten werden.

Vor dem Stephansdom wird in einem Festzelt gratis Mozart gefeiert - und unweit davon das ehemalige "Figarohaus" als saniertes "Mozarthaus Vienna" feierlich eröffnet.

Was die "Mozart-Reisen" zum Fest betrifft, wird je eine mit jeweils vier Stationen 19 Euro (Ermäßigt: 14 Euro) kosten. Einzelkarten gibt es um 7 Euro (ermäßigt: 4 Euro). Marboes ehrgeiziges Ziel für das Fest: Er will 50.000 Karten unter die Leute bringen. (frei/DER STANDARD; Printausgabe, 16.11.2005)

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