Terroristen "entstellen" den Islam

9. Februar 2007, 19:37
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Präsidenten Afghanistans und des Irak betonten Toleranz des Islam und warben um Verständnis für Schwierigkeiten in ihren Ländern

Wien - Bei der Islamkonferenz in Wien haben am Dienstag die Präsidenten Afghanistans und des Irak ihre Reden gehalten. Der Ton, den Hamid Karsai und Jalal Talabani anschlugen, war versöhnlich: Beide betonten die Toleranz des Islam. Für Talabani wird der Islam durch terroristische Gruppen "entstellt". Sie warben auch um Verständnis für die Schwierigkeiten der Demokratien in ihren Ländern.

Ägyptens Religionsminister Mahmud Zakzouk sprach dagegen von einer systematischen Unterdrückung der Muslime. Mit Blick auf den Terror sagte er: "Als angebliche Opfer bemitleidet man die Aggressoren."

Der Kampf gegen den Terror sei ein gemeinsames Anliegen der Weltgemeinschaft, betonte Außenministerin Ursula Plassnik. Es sei falsch, Attentate als Produkt von Religionen darzustellen. Ungewöhnlich selbstkritisch gab sich US-Staatssekretär Daniel Fried: "Demokratie ist kein Westmonopol." (red/DER STANDARD, Printausgabe, 16.11.2005)

  • Adnan Pachachi, Hussain Al- Shahristani, Gudrun Harrer, Mahmoud Zakzouk, Abdul Hamid Othman
    foto: standard/cremer

    Adnan Pachachi, Hussain Al- Shahristani, Gudrun Harrer, Mahmoud Zakzouk, Abdul Hamid Othman

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