Als Ellen hetero war

27. Dezember 2005, 16:25
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Wir verlangen Sophies Abschiebung ins fade Sonntagnachmittag- Programm und fordern stattdessen die Verdoppelung von "Ellen"

Seit einer Woche schmachtet also die "Braut wider Willen", das Mädchen Sophie, nun schon vor sich hin. So richtig sehen will das aber bis jetzt eigentlich keiner. ARD redet den drohenden Flop schön, ATV+ berichtet zwar von mauen Quoten – zum Aufgeben scheint es aber noch zu früh, der Sender will noch zuwarten. Bemerkenswertes Detail am Rande: Die Wiederholung am Sonntagnachmittag mit viermal "Sophie" am Stück funktioniere ganz gut, informiert die Pressestelle.

Wir verlangen Sophies Abschiebung

Daran knüpft sich unser konstruktiver Vorschlag: Wir verlangen Sophies Abschiebung ins fade Sonntagnachmittagprogramm und fordern stattdessen die Verdoppelung von "Ellen".

Endlich ist sie wieder da. Die konfuse Quasseltante begeistert werktags ihr Publikum im Anschluss an "Sophie" um 19.20 Uhr. ATV+ zeigt die ganz frühen Folgen der US-Sitcom, als Ellen noch kein Lesben-, sondern Heterosingle mit weiten Karohemden war, auf der Suche nach einer romantischen Partie, sich in ihrer schusseligen Redseligkeit immer wieder selbst verlor und dadurch in unmöglichste Situationen geriet. Und siehe da: Der Witz funktioniert immer noch – obwohl die Serie mehr als zehn Jahre alt ist.

"Witzigste Person Amerikas"

Seit 1981 ist Ellen offiziell "witzigste Person Amerikas". Dort ist sie ein großer Star geblieben. Ihre Talkshow erreicht tägliche Spitzenquoten. Insofern gäbe es programmtechnisch noch eine weitere Möglichkeit: Vergesst Sophie und peppt die faden Sonntagnachmittage mit viermal "The Ellen DeGeneres Show" in Folge auf. (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 16.11.2005)

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