Boeing-Startschuss für neuen Jumbo-Jet

29. November 2005, 12:54
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747-8 Intercontinental mit 450 Sitzplätzen weiter 100 Plätze weniger als Konkurrent A 380 - Bereits Kunden für Frachtversion

New York - Der US-Flugzeugbauer Boeing hat den Startschuss für eine neue, erweiterte Version des Jumbo-Jets 747 als Konkurrenz zum A380 des europäischen Erzrivalen Airbus gegeben.

Für die Frachtversion hat Boeing bereits zwei Kunden gefunden. Die in Luxemburg ansässige Cargolux habe zehn Maschinen des Typs 747-8F bestellt und habe zudem eine Option auf zehn weitere Maschinen, teilte Boeing am Dienstag mit. Die erste 747-8F soll im dritten Quartal 2009 ausgeliefert werden.

Die japanische Nippon Cargo Airlines hat acht Frachtmaschinen bestellt und sich eine Option auf sechs weitere gesichert. Die Japaner sollen ihre erste Maschine im vierten Quartal 2009 erhalten. "Die festen Bestellungen der beiden Erstkunden haben nach Listenpreis einen Wert von fünf Milliarden Dollar" (4,27 Mrd. Euro), teilte Boeing mit. Flugzeugbauer gewähren aber in der Regel je nach Größe des Auftrags Preisnachlässe.

450 Sitzplätze

Boeing bietet auch eine neue Passagierversion der 747 an. Mit einem ersten Käufer dafür rechnet die Gesellschaft im nächsten Jahr. Die 747-8 Intercontinental soll 3,6 Meter länger sein als die alte Version, wodurch für 34 zusätzliche Passagiere Platz entsteht. Mit dann 450 Sitzplätzen in einer Drei-Klassen-Bestuhlung sind das aber immer noch 100 weniger als in dem doppelstöckigen A380 von Airbus. Die Reichweite der neuen 747 soll 14.815 Kilometer betragen.

Der A380 ist ein komplett neues Flugzeug, dessen Entwicklung rund zwölf Mrd. Euro gekostet hat. Die 747 ist seit 1970 auf dem Markt und seitdem mehrfach überarbeitet worden. (APA/Reuters)

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