Unruhen nach Verhaftung von Oppositionsführer

24. November 2005, 20:52
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Mehrere Verletzte - Verfahren gegen Kizza Besigye wegen Landesverrats wird fortgesetzt

Kampala - Nach der Verhaftung des Oppositionsführers in Uganda sind bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Anhänger von Kizza Besigye stürmten mehrere Geschäfte im Zentrum der Hauptstadt Kampala, setzten Autoreifen in Brand und bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen. Die Polizei versuchte, die aufgebrachte Menschenmenge mit Warnschüssen auseinanderzutreiben.

Landesverrat

Einen Tag nach seiner Verhaftung erschien Besigye am Dienstag vor Gericht. An der Anhörung nahmen mehrere Sympathisanten teil, die sich in Zwischenrufen gegen die Regierung von Präsident Yoweri Museveni wandten. Der Richter befand jedoch, dass es genug Anhaltspunkte gebe, um das Verfahren wegen Landesverrats fortzusetzen. Besigye wird beschuldigt, mit Hilfen aus Ruanda, dem Kongo und dem Sudan Rebellen angeworben und bewaffnet zu haben.

Vergiftung

Bei einer Verurteilung droht dem Politiker die Todesstrafe. Besigye kehrte erst Ende Oktober aus seinem Exil in Südafrika nach Uganda zurück und kündigte eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im März nächsten Jahres an. Sein Anwalt Sam Njuba sagte, aus Angst vor einer Vergiftung habe Besigye seit seiner Verhaftung keine Nahrung zu sich genommen. (APA/AP)

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    Polizisten treiben die Demonstranten auseinander.

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