Vier Monate Haft für Jose Bove

21. November 2005, 14:38
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Globalisierungskritiker und Bauernführer hatte Versuchsfelder mit genmanipuliertem Mais zerstört

Toulouse - Der französische Bauernführer Jose Bove muss vier Monate ins Gefängnis, weil er 2004 zusammen mit Politikern und Umweltschützern Versuchsfelder mit gentechnisch verändertem Mais zerstört hat. Das Berufungsgericht von Toulouse verurteilte den Globalisierungsgegner und früheren Sprecher des Bauernbundes Confederation Paysanne am Dienstag zu der Haftstrafe.

Der Grünen-Europaabgeordnete Gerard Onesta und der Bürgermeister von Begles bei Bordeaux, Noel Mamere (ebenfalls Grüne), erhielten drei Monate Haft auf Bewährung. Fünf andere Umweltschützer und Grünen-Politiker wurden zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Verfahren gegen 222 der Mittäterschaft Beschuldigte war im Prozessverlauf eingestellt worden.

Die Umweltaktivisten hatten auf einem Versuchsfeld 130.000 Maispflanzen ruiniert. Zerstörungen von Versuchsfeldern mit Gen-Mais haben in Frankreich Tradition. (APA/dpa)

Nachlese

"Das Gewissen kommt vor dem Gehorsam gegenüber den Gesetzen"
Jose Bove im derStandard.at-
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