Unrund

15. November 2005, 17:30
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Aus der Technik ins Gemütsleben

Unrund lief einst ein Motor, doch seit geraumer Zeit wird das Wort auch zur Charakterisierung menschlicher Stimmungslagen herangezogen. Klassisch unrund war zum Beispiel der Bundeskanzler beim ORF-Sommergespräch mit Armin Wolf, aber es werden sich wohl noch andere Beispiele finden lassen. Meine heutige Hausaufgabe an Leser und Poster: Erkunden Sie das Wortfeld der Missgelauntheit, bemühen Sie sich um eine semantische Abgrenzung von Unrundheit, Grant, Gereiztheit, Explosibilität und ähnlichen dysphorischen Gemütsanwandlungen und veranschaulichen Sie gegebenenfalls die Unterschiede, indem sie das Verhalten eines notorisch unrunden Zeitgenossen schildern. Viel Glück, und nicht abschreiben!
Von
Christoph Winder

Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an
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derStandard.at
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