AvW Invest hebt Gewinnprognose an

21. November 2005, 13:15
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Höhere Dividende in Aussicht gestellt - Netto-Ergebnis nach neun Monaten mehr als verdoppelt

Wien - Die börsenotierte AvW Invest AG hat mit ihren Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2005 ihre eigenen Erwartungen übertroffen und deshalb ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben.

Für das Netto-Ergebnis geht das in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Beteiligungen und Immobilien tätige Kärntner Unternehmen nun von einer Steigerung von mindestens 85 (bisher 75) Prozent aus. Vorstandssprecher Reinhold Oblak kündigte Dienstag ein weiteres Rekordergebnis an. Zur Ausschüttung an die Aktionäre sagte er: "Ziel ist, die Dividende zu erhöhen."

In den ersten neun Monaten hat die AvW Invest AG dank überdurchschnittlicher Zuwächse im Finanzdienstleitungsgeschäft ihre Betriebserträge um 42 Prozent auf 6,2 Mio. Euro kräftig gesteigert. Das Betriebsergebnis legte im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 4,2 Mio. Euro zu, der Vorsteuergewinn (EGT) um 83 Prozent auf 4,8 Mio. Euro und der Periodenüberschuss um 109 Prozent auf 3,6 Mio. Euro. Pro Aktie wies die AvW einen Gewinn von 1,19 (nach 0,57) Euro aus.

Die Bilanzsumme des Unternehmens, das zuletzt 193 Mitarbeiter beschäftigte und damit gut ein Fünftel mehr, lag nach den ersten drei Quartalen mit 32,2 Mio. Euro um 56 Prozent höher.

Investitionsvolumen auf 20 Millionen Euro aufgestockt

Für heuer hat die AvW ihr Investitionsvolumen erst vor Kurzem von 40 auf 50 Mio. Euro aufgestockt. Etwas mehr als die Hälfte davon ist bereits geflossen. Wie Oblak berichtete, suche man derzeit vor allem in Österreich und Deutschland nach "versteckten Perlen".

Zuletzt neu eingestiegen ist die AvW beim deutschen Handy-Zulieferer Balda. Bei der deutschen D+S europe wurde der Anteil auf rund 6 Prozent erhöht, weitere Zukäufe sind geplant. Den bereits angekündigten Einstieg bei einer chinesischen Technologie-Firma stellte Oblak heute für die kommenden Wochen in Aussicht.

Beteiligungen

Zu den größten Beteiligungen der AvW gehören derzeit der steirische Formel-1-Zulieferer Pankl Racing. Dort sind die Kärntner ihrem Ziel einer Sperrminorität (25 Prozent plus eine Aktie) mit dem Kauf von weiteren 100.000 Aktien vor wenigen Tagen einen Schritt näher gekommen. Aktuell werden 20,6 Prozent gehalten.

Zu den größeren österreichischen Industriebeteiligungen zählt außerdem der Kärntner Maschinenbauer Hirsch Servo (rund 11 Prozent) und der Wiener EDV-Dienstleister S&T (rund 10 Prozent).

Beim Feuerfestkonzern RHI hat die AvW ihre Beteiligung zuletzt auf 3,5 Prozent ausgebaut. Im Portfolio sind derzeit rund 900.000 Aktien. Oblak bekräftigte, bei günstigen Kursen weiter zukaufen zu wollen: "Unser Ziel liegt bei 5 Prozent."

Beim Edelstahl-Konzern Böhler-Uddeholm ist die AvW ebenso wie beim Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) und beim Kunststoffverarbeiter HTP nach wie vor mit jeweils rund einem Prozent beteiligt. Großteils wieder abgestoßen wurde indes eine kleinere Beteiligung am Leiterplattenhersteller AT&S. "Wir halten nur mehr eine geringe Stückzahl an Aktien", so Oblak. (APA)

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