US-TV setzt Irak-Drama ab

23. November 2005, 11:13
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"Zuschauer fühlen sich unwohl" - TV-Serie "Over There" thematisierte Folterszenen in Abu Ghraib

Eine TV-Serie über US-Soldaten im Irak ist in den USA nach der ersten Staffel wegen sinkender Einschaltquoten abgesetzt worden. Die Kriegsserie "Over There" von Produzent Steven Bochco ("NYPD Blue") auf dem US-Kabelsender FX erzählt das Schicksal amerikanischer Soldaten im aktuellen Irak-Krieg und ihrer Familien zu Hause. Die Geschichten waren an die Realität angelehnt, allerdings fiktiv. Auch kritische Themen wie die Folterungen von irakischen Gefangenen in Abu Ghraib wurden thematisiert.

Anfangs gute Kritiken und hohe Einschaltquote

"Over There" startete im mit guten Kritiken und einer hohen Einschaltquote von 4,1 Millionen Zuschauern. Das Finale Ende Oktober sahen jedoch nur noch 1,35 Millionen. Im Durchschnitt schalteten bei den insgesamt 13 Episoden rund 2,1 Millionen Amerikaner ein. "Viele Leute fühlten sich beim Zuschauen unwohl. Der Inhalt war zu herb", so ein Sprecher des Kabelsenders. "Es war offensichtlich für uns, dass die amerikanische Öffentlichkeit keine Dramatisierung eines Krieges sehen wollte, der derzeit wirklich stattfindet", so eine Sprecherin der Produktionsfirma laut US-Medienberichten. (APA)

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