US-Anwälte drohen mit Sammelklagen

29. November 2005, 14:11
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Sollte dem Bawag-Vorstand Verletzung der Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden können, müsse man sich auf Millionenklagen aus den USA gefasst machen

Wien - In den USA warten Anwälte nur darauf, dass der österreichischen Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K. eine Verletzung der Sorgfaltspflicht nachgewiesen wird, um gegen die Bank Millionenklagen einbringen zu können.

Die Ermittlungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) gegen die BAWAG werden von Dutzenden US-Anwälten mit Argusaugen beobachtet. Sollte dem BAWAG-Vorstand eine Verletzung der Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden können, dann muss sich das Institut auf Millionenklagen aus den USA gefasst machen, schreibt das "Wirtschaftsblatt" in seiner Dienstagausgabe.

"Wir prüfen, ob die BAWAG in irgendeiner Form bei den Geschäften des Ex-Refco-Chefs mitgemacht hat", wird ein Sprecher der New Yorker Rechtsanwaltskanzlei Shalov Stone & Bonner zitiert.

Auch Sammelklagen wegen Beihilfe zur Insolvenzverschleppung seien möglich.

US-Anwälte haben schon gegen den Ex-Refco-Boss und jene Banken, die Refco an die Börse gebracht haben, Schadenersatzklagen eingebracht. Als nächstes könnte es die BAWAG treffen, heißt es. Denn die geschädigten Refco-Aktionäre wollen einen Teil des verlorenen Geldes wiedersehen. Die BAWAG hat ihrerseits Klagen in der Causa Refco angekündigt. (APA)

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