UNO-Bericht kritisiert US-Militäraktionen im Westirak

22. November 2005, 20:56
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"Negative Auswirkungen auf die Menschenrechte"

New York - Ein Bericht der Vereinten Nationen hat den irakischen und den US-geführten internationalen Streitkräften vorgeworfen, bei ihren Militäroperationen im Westirak gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Die Truppen hätten im Oktober in der Provinz Anbar Ärzte festgenommen und medizinische Einrichtungen besetzt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der UNO-Mission für den Irak.

Das Vorgehen der irakischen und der US-geführten Streitkräfte habe "negative Auswirkungen auf die Menschenrechte". Mehr als 10.000 Familien seien in den Unruheprovinzen Anbar und Niniveh vertrieben worden. In dem Bericht heißt es weiter, die multinationalen Streitkräfte hielten derzeit 11.559 Gefangene fest. Bei Terroranschlägen und willkürlicher Gewalt seien im Irak seit 2004 etwa 26.000 Menschen getötet oder verletzt worden. Seit der Invasion im März 2003 seien 30.000 Zivilpersonen ums Leben gekommen. Quellen für diese Angaben führt der fünfseitige Bericht nicht auf. (APA/AP)

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