Vier Tote bei Schießerei zwischen Blauhelmen und Rebellen

26. Dezember 2005, 15:57
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Zunehmende Gewalt

Port-au-Prince - In Haiti sind bei Zusammenstößen zwischen UN-Blauhelmen und bewaffneten Gruppen mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Wie die Mission der Vereinten Nationen am Montag in Port-au-Prince weiter mitteilte, gehörten die vier Todesopfer einer Rebellengruppe an, die den Abzug der UN-Mission zur Stabilisierung Haitis (Minustah) und die Rückkehr an die Macht von Ex-Präsident Jean-Bertrand Aristide fordert.

Die Zusammenstöße zwischen den brasilianischen UN-Soldaten und den bewaffneten Gruppen hätten sich bereits am Wochenende im besonders armen und bevölkerungsreichsten Viertel der Hauptstadt, Cite Soleil, ereignet, hieß es.

Unzählige Angriffe

Aufgrund der zunehmenden Gewalt hatte die Minustah erst im August in Cite Soleil sowie in Delmas, einem anderen Stadtviertel, in dem die Rebellengruppen agieren, ständige Posten errichtet. Oberst Jorge Smicelatto, einer der Minustah-Sprecher, erklärte, die Rebellengruppen in diesen Vierteln seien für unzählige Angriffe auf UN-Soldaten verantwortlich.

Die aus 8104 Soldaten und Polizisten gebildete Minustah soll in Haiti nach derzeitigen Plänen bis zum 15. Februar 2006 in Haiti bleiben. Sie soll die Lage im ärmsten Land des amerikanischen Kontinents stabilisieren und damit Präsidenten-, Parlaments- und Kommunalwahlen Ende des Jahres ermöglichen. (APA/dpa)

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