T-Mobile über EU-Wettbewerbsbedenken verwundert

21. November 2005, 15:37
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Hoffnung, dass Fristenlauf etwas verkürzt werden kann - Keine Angaben zu weiterer Vorgangsweise

Wien - Beim zweitgrößten österreichischen Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria ist man über die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission zum Kauf des viertgrößten Betreibers Telering "verwundert".

"In einem kleinen Markt wie Österreich mit vier Netzbetreibern herrscht sicher genug Wettbewerb. Das sieht man gerade jetzt wieder im Vorweihnachtsgeschäft", sagte T-Mobile Austria-Sprecherin Andrea Karner Montagabend zur APA.

Wenig überraschend sei hingegen, dass die Kommission eine vertiefende Prüfung eingeleitet hat. Dies sei bei einem Geschäft dieser Größenordnung nicht unüblich, hieß es. T-Mobile hofft, dass der Fristenlauf nun nicht die kompletten 90 Tage in Anspruch nimmt.

Nachbesserung wahrscheinlich

Über die weitere Vorgangsweise wollte sich T-Mobile nicht in die Karten blicken lassen. Wie bei derartigen Verfahren üblich, kann aber davon ausgegangen werden, dass die Mobilfunker wohl noch einmal nachbessern werden.

T-Mobile Austria ist eine Tochter der Deutschen Telekom, eines des weltweit größten Telekom-Unternehmen. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen angekündigt, 32.000 Mitarbeiter abzubauen - um kurz darauf Rekordgewinne zu melden. Von dem Personalabbau ist in erster Linie die deutsche Festnetzsparte betroffen. (APA)

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