ÖFB: Challenge immer und überall

15. November 2005, 21:47
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Das Challenge-Team kickt heute in Matters­burg gegen deu­tsche Auswahl namens Team 2006, es geht um Ehre wie Zukunft

Bad Tatzmannsdorf/Wien - Den Hoffnungsvollen wird allerhand beigebracht auf ihrem Weg zur EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. Gestern etwa stand Medientraining auf dem Programm beim Kurztrainingslager in Bad Tatzmannsdorf, wo sich die Herrschaften am Sonntag eingefunden hatten. Das Match gegen die deutsche B-Auswahl, dem Grunde nach mit Österreichs Team nicht vergleichbar, markiert das Ende des so genannten Future-Cups. In diesem kassierten die Österreicher Auswärtsniederlagen gegen die Türkei und gegen Polen und schlugen daheim die Schotten.

Diesmal ist das Challenge-Team eine Mischung aus Arrivierten und Hoffnungsfrohen, da das A-Team heuer kein Länderspiel mehr bestreitet. Seit 2003, seit dem Zuschlag zur EM im eigenen Land, ist das Challenge-Projekt unter Leitung von Willi Ruttensteiner in Betrieb. Die Auserwählten (ab Jahrgang 1979) werden von Individualtrainern in ihren Klubs betreut, regelmäßig sportmotorisch und sportmedizinisch untersucht, in Sportpsychologie und anderen Themen unterrichtet, auf dass sie vielleicht 2008 eine originelle Antwort geben können auf die Frage, wie man sich so fühlt als frisch gebackener Europameister.

Ruttensteiner freut sich, dass, seit es die Challenge-Auswahl gibt, bereits 24 ihrer Mitglieder Erfahrung in A-Länderspielen sammeln konnten. Für die Partie in Mattersburg gab es zwar einige (offiziell) verletzungsbedingte Absagen, insgesamt neun, doch mit Martin Stranzl (VfB Stuttgart), Andreas Ivanschitz, Andreas Dober (beide Rapid), Paul Scharner (Brann Bergen), Michael Mörz (Mattersburg), Andreas Lasnik (Austria), Wolfgang Mair (Salzburg) und Bozo Kovacevic (Pasching) sind immerhin acht Kicker mit Nationalteamerfahrung dabei. Ruttensteiner lobt vor allem die Einstellung von gestandenen Profis wie Stranzl oder Ivanschitz, die gegen Deutschland unbedingt mitwirken wollen. "Eine Einstellung, die nicht alle im Team haben."


"Ein Hochkaräter"

Das deutsche Team 2006, eine Art Unterbau für den WM-Kader für die Endrunde im eigenen Land, hat seine Schuldigkeit getan, wird nach dem Match in Mattersburg aufgelöst. "Eine so hochkarätige Partie", sagt Martin Pucher, Obmann des SV Mattersburg und Veranstalter, "hat es im Burgenland noch nicht gegeben." Und weil man sich so etwas zwecks Weiterbildung geben sollte, lud er alle burgenländischen Nachwuchsteams zum Besuch von Österreich gegen Deutschland ein. (bez, DER STANDARD Printausgabe 15. November 2005)

Die technischen Daten für das zum Future-Cup zählende Fußball-Länderspiel Österreich - Deutschland (Dienstag, Mattersburger Pappel-Stadion, 19.30 Uhr/live TW1, Schiedsrichter Viktor Kassai/Ungarn):

Österreichs 16-köpfiger Challenge-Kader: Öczan (Austria Lustenau), Borenitsch - Mörz (beide SV Mattersburg)., Dober, A. Ivanschitz (beide Rapid Wien), Ertl (Sturm Graz), Janko, Mair (beide RB Salzburg), Kovacevic, Pichlmann, Ortlechner (alle FC Pasching), Lasnik (Austria Wien), Mimm, Mader (beide Wacker Tirol), Scharner (Brann Bergern), Stranzl (VfB Stuttgart)

Tabelle:

1. Türkei      3    2   1   0   6:2   7
2. Polen       3    2   0   1   4:3   6
3. Deutschland 3    1   1   1   5:3   4
4. Österreich  3    1   0   2   3:6   3
5. Schottland  2    0   0   2   1:5   0

Bisher gespielt: Polen - Türkei 0:2, Deutschland - Polen 1:2, Türkei - Österreich 3:1, Deutschland - Schottland 3:0, Österreich - Schottland 2:1, Polen - Österreich 2:0, Türkei - Deutschland 1:1

Noch zu spielen: Schottland - Polen (6. Dezember), Schottland - Türkei (14. März)

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    Auch Andi Ivanschitz tritt in Mattersburg gegen den Ball.

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