USA bitten Deutschland um mehr Hilfe für den Irak

21. November 2005, 14:49
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"Vorbehalte gegen Regierung in Bagdad müssen aufhören" - USA erwarten von Merkel keine Haltungs-Änderung

Berlin - Die USA haben Deutschland um eine Ausweitung der Hilfen für den Irak gebeten. Die US-Regierung erwarte nicht die Entsendung von Bundeswehrsoldaten, erklärte der Vertreter des US-Außenministeriums, Daniel Fried, am Montag in Berlin. Es gehe um eine verstärkte Unterstützung der "legitimen und demokratischen irakischen Regierung" durch Deutschland und andere europäischer Länder. Er forderte, die irakischen Regierungsvertreter sollten nicht wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Er werfe dies zwar Deutschland nicht vor, machte aber deutlich, dass es häufig Vorbehalte gegen die irakische Regierung gebe. Dies müsse aufhören. Zur Art der gewünschten Hilfe machte Fried keine Angaben.

USA erwarten von Merkel keine Haltungs-Änderung

Der US-Vertreter machte deutlich, dass die USA keine Änderung der Haltung der deutschen Regierung unter der künftigen Kanzlerin Angela Merkel zum Irak-Krieg oder bei der Entsendung deutscher Truppen erwarteten. Er wollte am Montag auch mit dem designierten Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammentreffen. Fried erklärte, bei seinen Treffen werde auch die iranische Atompolitik besprochen. Die USA haben nach Angaben vom Wochenende Beweise dafür, dass der Iran noch immer nach Atomwaffen strebt. Fried forderte ferner, die NATO müsse ihr Versprechen halten und ihren Einsatz in Afghanistan ausweiten. (APA/Reuters)

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