Alternative Telekomanbieter sehen Markt durch Telekom-Macht in Gefahr

17. November 2005, 09:45
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VAT: Remonopolisierung bei Breitband-Internet

Die Alternativen Telekombetreiber - die Konkurrenten des Ex-Monopolisten Telekom Austria - fordern mehr Wettbewerb bei den Kundenanschlüssen und bei Breitband-Internet.

95 Prozent

"Kernbereich der Regulierung muss der freie Zugang für die alternativen Anbieter zum Endkunden und zur Infrastruktur sein. Im Augenblick hält allerdings die Telekom Austria mit 95 Prozent nach wie vor ein Quasi-Monopol am Festnetz-Zugangsmarkt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die hohen Kosten für die Entbündelung der Leitung mit 10,90 Euro pro Monat und Kunde", kritisierte der Chef des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT), Achim Kaspar, anlässlich des 10. VAT-Forums in Wien. Neben einer Senkung der Entbündelungsmiete auf unter 7,00 Euro im Monat habe laut VAT daher auch der Wiederverkauf der Grundgebühr zu realistischen Preisen und der gleichberechtigte Zugang zur Infrastruktur höchste Priorität.

Remonopolisierung bei Breitband-Internet

Am Breitband-Sektor - wo Österreich seit einiger Zeit im internationalen Vergleich zurückfällt - sieht der VAT einen Trend hin zur Remonopolisierung. Demnach habe die Telekom Austria in diesem Bereich bereits wieder einen Marktanteil von 68 Prozent. (APA)

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