Zerstückeltes Leben

25. Mai 2005, 07:00
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Mentoring

Universitäten als männlich dominierte Einrichtungen haben sich immer schon relativ erfolgreich gegen gleichstellungsorientierte Reformen gewehrt. Bei den Studierenden haben Frauen Männer vielfach überholt, in den höheren Ebenen der Hierarchie haben Nachwuchswissenschafterinnen allerdings meist das Nachsehen. Ob Mentoring ein Mittel von Gleichstellungspolitik sein kann und wie es berufliche Laufbahnen und Positionen von Wissenschafterinnen an den Universitäten verbessern kann, wird im vorliegenden Sammelband diskutiert.

Neben der theoretischen Erörterung werden bisherige Erfahrungen und Ergebnisse der Mentoring-Programme aus fünf Ländern einem breiteren Publikum vorgestellt (inklusive Evaluationsstudie des Wiener Programms "mu:v"). Fazit des Großteils der Programm-AkteurInnen ist der große Nutzen guten Mentorings für Mentees wie auch Mentor/innen - unter anderem Begleitung, Netzwerken, Ermutigung, Reflexion und ein Ausbrechen aus der üblichen Vereinzelung von Frauen in der Wissenschaft. (dy)

Herta Nöbauer, Evi Genetti, Waltraud Schlögl (Hg.):
Referat Frauenförderung und Gleichstellung der Universität Wien
Mentoring für Wissenschafterinnen
Im Spannungsfeld universitärer Kultur- und Strukturveränderung
Band 20 der Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft
405 S. / 22 Euro
Verlag Österreich 2005
ISBN 3-85224-125-1
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