Mobilkom: Netz der dritten Generation fast flächendeckend in Salzburg

2. Dezember 2005, 13:24
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Investition in zweistelliger Millionenhöhe - Aufbau von UMTS und Edge in sechs Monaten

In nur sechs Monaten hat die Mobilkom Austria im Bundesland Salzburg ein flächendeckendes Mobilfunk-Netz der dritten Generation aufgebaut. Nach Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe würden 98 Prozent des Landes mit den Übertragungstechnologien UMTS und Edge erreicht, teilte Mobilkom-Generaldirektor Boris Nemsic am Montag bei einem Pressegespräch in der Mozartstadt mit. Damit sei die höchste Dichte in Österreich gegeben.

Die einzige Landeshauptstadt ohne UMTS-Netz

Salzburg war bis zur Einigung mit Mobilfunk-Gegnern die einzige Landeshauptstadt ohne UMTS-Netz. Im April dieses Jahres wurde ein Kompromiss über den Ausbau erzielt, bei dem der Salzburger Vorsorgewertes von ein Milliwatt Strahlung pro Quadratmeter zum überwiegenden Teil eingehalten werden kann. Unmittelbar danach fiel der Startschuss zum Ausbau des Netzes. "Wir haben UMTS in der Stadt Salzburg mit der geringsten erforderlichen Sendeleistung eingeführt", berichtete Nemsic. Die Abstimmung über die Infrastruktur sei in Workshops im Konsens erarbeitet worden. "Man muss alle Bedenken sehr ernst nehmen. Aber wir können das Leben rund um uns nicht ignorieren", sagte Nemsic. Es gehe um den Wirtschaftsstandort und Arbeitsplätze.

HSDPA-Netz

In den urbanen Gebieten in Salzburg wurde ein UMTS-Netz aufgebaut, in den ländlichen Regionen ist das etwas langsamere EDGE-Netz verfügbar. Während EDGE drei Mal so schnell ist wie die GPRS-Technologie, kommt UMTS auf eine fünf Mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit. Übertragungsraten, die bis zu 24 Mal schneller als GPRS sind, versprechen die Mobilkom-Manager durch die Einführung des HSDPA-Netzes im Jahr 2006.

Der Ausbau des schnellen Mobilfunknetzes sei für den Wirtschaftsstandort Salzburg extrem wichtig, ist Nemsic überzeugt. Von den knapp 12.800 Unternehmen in Salzburg würden 69 Prozent mobile Datenübertragung benötigen. In Salzburg zählt die Mobilkom Austria 450.000 Kunden, berichtete Nemsic. Das Potenzial für mobile Datenübertragung schätzen die Mobilkom-Manager als sehr hoch ein: In Österreich gebe es 1,7 Millionen Laptops, aber bei nur 60.000 bis 70.000 würden derzeit Datenkarten zur Übertragung genützt. Mit gut ausgebauten und schnellen Netzen könnte man diese Zahl der Anwender erhöhen, sagte Alexander Wachlowski, Produktion Marketing Manager von Mobilkom. (APA)

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