Komponistinnen zur Zeit Mozarts und heute

14. November 2005, 16:01
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Beim Auftakt des "Wiener Mozartjahres 2006" stehen von "Nannerl" Mozart bis zu Erin Gee Frauen im Mittelpunkt

Wien - Als Auftakt zu den zahlreichen Veranstaltungen, Symposien und Konzerten von "Wiener Mozartjahr 2006" stehen die weiblichen komponierenden Zeitgenossen Mozarts im Zentrum einer wissenschaftlichen Veranstaltung, die von 18. bis 20. November im RadioKulturhaus stattfindet.

Die Komponistinnen zur Zeit Mozarts lieferten einen wesentlichen Beitrag zum Kultur- und Musikleben. Sie machten sich als Instrumentalistinnen, aber auch als Komponistinnen einen Namen und konnten auf viele Erfolge, die auch in der Öffentlichkeit Beachtung fanden, hinweisen. Beim Symposion im RadioKulturhaus befassen sich Vortragende aus dem In- und Ausland (USA, Schweiz, Deutschland, Liechtenstein und Kroatien) mit Leben und Wirken bekannter und weniger bekannter Komponistinnen.

>>> Das Programm im Überblick

  • Freitag, 18. November

    Den Eröffnungsvortrag hält die Doyenne der "Frau und Musik"-Forschung, Eva Rieger, über Probleme und Möglichkeiten der Biografieforschung am Beispiel von "Nannerl" Mozart. Zudem stehen Leben und Werk der Komponistinnen Franziska Lebrun, Genovieffa Ravissa, Elena Luisa di Pozza-Sorgo, Isabelle de Charrière und Caroline Boissier im Mittelpunkt der Vorträge. Vortragende sind Krista Warnke (Hamburg), Elena Ostleitner (Wien), Bärbel Pelker (Heidelberg), Claudia Schweitzer und Elke Schröder (Melsungen), Vjera Katalinic (Zagreb) und Irène Minder-Jeanneret (Bern). Carole Dawn Reinhart (Trompete) und Anika Vavic (Klavier) bringen einige Werke der vorgestellten Komponistinnen zu Gehör. Das "Pleyel Trio Wien" spielt als Österreichische Erstaufführung den ersten Satz des 6. Klavierkonzertes der von Kalkbrenner, Cramer und Liszt bewunderten Schweizer Komponistin Caroline Boissier. Dieser Satz wurde für Streichquartett, Hammerklavier und Flöte arrangiert und wird auf alten Instrumenten interpretiert.

    Vorträge: Großer Sendesaal, 9.30-12.30 Uhr und 14.00-17.00 Uhr, Eintritt: frei (nur mit Anmeldung unter E-Mail); Konzert: Großer Sendesaal, 19.00 Uhr, Eintritt: EUR 14,-/16,-; mit RadioKulturhaus-Vorteilskarte 10 Prozent bzw. 30 Prozent Ermäßigung.

  • Samstag, 19. November

    Der zweite Symposionstag ist den musizierenden Zeitgenossinnen Mozarts wie Nannette Streicher, Nannette Schaden, Magdalena von Kurzböck, Katharina Cibbini, Mozarts Schülerinnen Josepha Auernhammer, Babette Ployer und der blinden Komponistin Maria Theresia Paradis gewidmet. Außerdem werden die Wiener Quellenlage bezüglich Kompositionen von Frauen und die Geschlechterrollen in den Mozartfilmen thematisiert und dem Mythos von Marie Antoinette als Komponistin nachgegangen. Vortragende sind die österreichischen Forscherinnen Eva Neumayr, Gerda Wiesbauer, Ute Goebl-Streicher, Michaela Krucsay, Gabriele Dorffner und Cornelia Szabo-Knotik sowie Hartmut Krones, Melanie Unseld (Hamburg) und Hidemi Matsushita (Littleton/Colorado). Die Grazer Pianistin Sigrid Trummer spielt Klaviermusik der Zeitgenossinnen Mozarts.

    Vorträge: Großer Sendesaal, 9.00-12.30 Uhr und 14.00-17.00 Uhr, Eintritt: frei (nur mit Anmeldung unter E-Mail); Konzert: Großer Sendesaaal, 19.00 Uhr, Eintritt: EUR 14,-/16,-; mit RadioKulturhaus-Vorteilskarte 10 Prozent bzw. 30 Prozent Ermäßigung.

  • Sonntag, 20. November 2005
  • Im Rahmen einer Ausgabe der Reihe "Frühstück mit Neutönern" stehen eine Podiumsdiskussion zur sozialen Lage der Komponistinnen des 21. Jahrhunderts und ein Konzert auf dem Programm. Es diskutieren prominente Komponistinnen unter der Leitung von Elisabeth Mayrhofer. Im folgenden Konzert kommen Auftragswerke des "Wiener Mozartjahres 2006", komponiert von Erin Gee, Elisabeth Harnik, Nancy van de Vate und Joanna Wozny zur Uraufführung.
    Großer Sendesaal, 10.00 Uhr, Eintritt: frei. (red)

    Link

    RadioKulturhaus

    Kartenbüro: Tel. 01/501 70-377
    • Bild nicht mehr verfügbar
      Ein Still aus der Arbeit der Filmemacherin Bady Minck, "Mozart-Minute", eine filmische Assoziation anlässlich des "Wiener Mozartjahres 2006".
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