Keine zusätzliche EU-Finanzspritze für französische Vorstädte

21. November 2005, 14:38
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50 Millionen Euro stammen aus Umverteilung des Programms "Urban"

Paris - Bei den 50 Millionen Euro Finanzhilfe für die französischen Vorstädte, die EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso am Sonntag in Aussicht gestellt hatte, handelt es sich nicht um zusätzliche Geldmittel, sondern um eine Umverteilung bereits bestehender Fonds. Dies präzisierten die Brüsseler Behörden am Montag, nachdem die französische Europaministerin Catherine Colonna (UMP) vordem erklärt hatte, es handle sich um eine "Anhebung der EU-Fonds um 50 Prozent".

Die 50 Mio. Euro fügen sich laut EU in das Städteprogramm "Urban", das in der Zeitspanne 2004 bis 2006 für die französischen Städte Beiträge im Ausmaß von 103 Mio. Euro vorsieht. Nun sollen 50 Mio. Euro, die bereits bestimmten Projekten zugeteilt wurden, wieder freigemacht werden, um in ein Programm zur gezielten Unterstützung von problematischen Wohnvierteln fließen.

Vertreter der EU-Kommission und französische Experten werden sich am Donnerstag treffen, um über eine Umverteilung der Gelder zu diskutieren. Die endgültige Entscheidung komme allerdings Paris zum, hieß es von Seiten der europäischen Behörden. "Es liegt nicht ans uns zu entscheiden, ob man gewissen das Geld nehmen soll, um es anderen zu geben", zitierten französische Medien am Montag einen Sprecher der EU-Kommission. (APA)

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