Hüttenzauber bei Hainfeld

22. November 2005, 17:13
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Auf dem Kirchenberg wurde sogar das Vogelhäusl neu errichtet

Der beliebte Kirchenberg bei Hainfeld hat eine neue Schutzhütte. Die ÖTK-Sektion, vor die Alternative Renovierung oder Neubau gestellt, hat sich für die Radikallösung entschieden und innerhalb weniger Monate einen schmucken Neubau auf den Gipfel gestellt, der allen Anforderungen gerecht wird. Auch auf die stets stark frequentierte Sonnenterrasse - mit herrlicher Aussicht ins Reisalpengebiet - wurde nicht vergessen, völlig neu ist sogar das Vogelhäusl.

An den ersten Wochenenden nach der Wiedereröffnung gab's nur positive Äußerungen der Wanderer, die in großer Zahl auf den Berg strömten, um das neue Haus zu bewundern. Wer auch in der kalten Jahreszeit gerne die Voralpen aufsucht, kann in diesem Winter an Wochenenden und Feiertagen auf dem Kirchenberg mit einer gemütlichen warmen Stube und herzhafter Hausmannskost rechnen.

Wenn man eine Prophezeiung wagen möchte, dann wird's wieder ein bisschen eng werden, denn der Kirchenberg hat viele Fans, die sich selbst bei stärkerer Schneelage nicht abschrecken lassen, den Gipfel - mit der wunderschönen Aussicht zum Wienerwald, zu den Voralpen, ins Gölsen- und Traisental - zu besteigen. Daher findet man immer eine gut ausgetretene Spur auf allen bekannten Routen vor.

In früheren Zeiten galt der Kirchenberg, der in der Bundesamtskarte völlig unsinnig als Kirchberg firmiert, als Skigebiet und verfügte sogar über einen kleinen Lift.

Wählt man für eine Besteigung des Kirchenberges den vor etlichen Jahren geschaffenen und rasch bekannt gewordenen Dreihütten-Weg, kann man sogar mit zwei weiteren offenen Gaststätten rechnen.

Die Route

Bei der Kirche in Hainfeld wählt man die gelbe Markierung, die - am Friedhof vorbei - nach Westen führt. Nach dem Gehöft Fillerer gelangt man zu einer grünen Markierung, der man nach links folgt und zur Lindensteinhütte aufsteigt. Gehzeit 1½ Stunden. Man bleibt auf der grünen Markierung, erreicht einen Sattel, wo man auf die blaue Markierung wechselt. Bald erreicht man einen rot markierten Weg, der zum Gipfel und zur Hainfelder Hütte führt. Gehzeit ab Lindensteinhütte 1¼ Stunden.

Auf der Anstiegsroute geht es ein Stück zurück, dann bleibt man auf der roten Markierung und steigt in mehreren Serpentinen zur Liasenböndlhütte ab, die man nach etwa einer halben Stunde erreicht. Abermals eine halbe Stunde braucht man für den Rest des Weges nach Hainfeld zur Kirche. (Bernd Orfer/Der Standard, Printausgabe 12./13.11.2005)

Gesamtgehzeit 3¾ Stunden
Höhendifferenz 600 m
Alle drei Hütten haben Wochenend- und Feiertags- bewirtschaftung
Bundesamtskarte Blatt 56 (St. Pölten); Freytag & Berndt
Atlas Wiener Hausberge
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