Über 20.000 Menschen protestieren in Athen gegen Sozialpolitik

13. November 2005, 12:55
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Demonstranten fordern 35-Stunden-Woche und höheren Mindestlohn

Athen - Mehr als 20.000 Menschen haben in der griechischen Hauptstadt Athen gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung protestiert. Die Demonstranten versammelten sich am Samstagvormittag in der Nähe des Marsfeldes und zogen von dort in die Innenstadt und zum Parlament.

Auf Spruchbändern forderten sie die Einführung der 35-Stunden-Woche, einen Mindestlohn von 1300 Euro, Mindestrenten von 1050 Euro sowie die Senkung des Rentenalters um jeweils fünf Jahre, das heißt auf 55 Jahre für Frauen und auf 60 Jahre für Männer. Während Journalisten vor Ort von über 20.000 Teilnehmern berichteten, sprachen die Organisatoren von 50.000 Demonstranten.

Die Generalsekretärin der kommunistischen Partei KKE, Aleka Papariga, rief Arbeiter und Bauern auf, "ein Maximum einzufordern", wenn sie nicht "alles verlieren" wollten. Der Großkundgebung war am Donnerstag ein landesweiter Streik im öffentlichen Dienst vorausgegangen. Zu der Demonstration aufgerufen hatte die Gewerkschaft PAME, die der kommunistischen Partei nahesteht. (APA)

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