Zeuge: Mehr als 50 Leichen nach US-Offensive gefunden

15. November 2005, 07:46
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Laut Angaben eines Arztes auch Kinder und Frauen darunter - Keine US-Stellungnahme

Ramadi - Nach der US-geführten Offensive gegen Aufständische im irakisch-syrischen Grenzgebiet haben Bewohner nach Angaben eines Arztes die Leichen von mehr als 50 Menschen gefunden, darunter auch Frauen und Kinder.

Die Toten seien in der Ortschaft Kusaiba in den Trümmern von Häusern entdeckt worden, sagte am Samstag der Arzt Saif al-Ani, der für den Roten Halbmond arbeitet. Vor einer Woche hatten rund 2500 US-Soldaten und 1000 irakische Soldaten eine Militäroffensive gegen mutmaßliche Aufständische in der Stadt gestartet.

Dabei wurden nach US-Angaben mindestens 36 Rebellen getötet und 180 weitere gefangen genommen. Rund 900 Zivilisten seien aus der Stadt geflohen und in Notunterkünften untergebracht worden.

Zur Darstellung des Arztes gab es zunächst keine US-Stellungnahme. In der Vergangenheit hat die Armee wiederholt Ärzten im Westen des Irak vorgeworfen, die Zahl ziviler Opfer von Militäreinsätzen zu übertreiben. Die Militäraktion wurde am Freitag in der Nachbarstadt von Kusaiba, Karabila, fortgesetzt. (APA/Reuters)

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