Japan befürchtet im Falle einer Grippe-Epidemie bis zu 640.000 Tote

14. November 2005, 17:29
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Kommission soll Maßnahmen gegen eventuelle Epidemie entwickeln

Tokio - Die japanische Regierung befürchtet im Falle einer Mutation des Vogelgrippe-Virus H5N1 bis zu 640.000 Tote allein in Japan. Das berichtete die japanische Zeitung "Asahi" in ihrer Samstagsausgabe ohne Angabe von Quellen. Die Regierung gehe davon aus, dass sich ein Viertel der 128 Millionen Japaner infizieren könnte, falls das Virus zu einem von Mensch zu Mensch übertragbaren Erreger mutiere.

170.000 bis 640.000 Japaner könnten laut der Regierungsprognose an der Krankheit sterben, berichtete "Asahi" weiter. Tokio wolle nun eine Kommission einsetzen, die Maßnahmen gegen eine mögliche Epidemie entwickeln sollten. Bisher ist für Menschen die Gefahr, sich mit dem H5N1-Erreger zu infizieren, sehr gering. Ein Risiko besteht nur für Personen, die in direkten Kontakt zu infiziertem Geflügel kommen. (APA/AP)

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