FACC: Androsch und Scharinger wollen Familie Fischer auskaufen

21. November 2005, 15:05
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Offert über 47,5 Prozent in Brief angekündigt

Wien - Neue Wendung im andauernden Streit um Eigentümerschaft und strategische Ausrichtung des oberösterreichischen Flugzeugzulieferers FACC: Jetzt wollen der Industrielle Hannes Androsch und Raiffeisen Oberösterreich-Boss Ludwig Scharinger der Familie Fischer (Fischer Schi) deren 47,5 Prozent-Anteil abkaufen. Das berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Wochenendausgabe.

Zwischen Scharinger und Androsch hatte in den vergangenen Wochen ein Streit über den Standort einer neuen FACC-Fabrik getobt, die jetzt in Reichersberg/Oberösterreich gebaut wird. Diese Woche haben die beiden ihr Kriegsbeil begraben. Dafür richtete der ursprüngliche Eigentümer der FACC, die Familie Fischer, Androsch aus, sie wolle ihn nicht mehr als Aufsichtsratschef akzeptieren.

Androsch und Scharinger haben nun in einem Brief an die Familie ihr Interesse untermauert, mit den Salinen - wo die beiden gleich starke Partner sind - die Fischer-Anteile aufzukaufen. In dem Brief gibt es nach Auskunft des Fischer-Vertreters Florian Keiper-Knorr aber lediglich eine Ankündigung eines Offerts - es würden darin weder ein Termin noch ein Preis genannt.

Zwischen den Eigentümern gebe es seit längerem unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung, "insbesondere, was die Expansion von FACC und die damit verbundene Kapitalausstattung betrifft", zitiert das "WirtschaftsBlatt" Salinen-Chef Thomas Joszeffi, früherer Manager in der Androsch-Gruppe. Da wegen des Fabriks-Neubaus in den nächsten zwei bis drei Jahren Investitionen in Höhe von 100 Mio. Euro anstünden, brauche es eine Klärung der Divergenzen. (APA)

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