Phoenix Wissenschaftspreis für Tiroler Forscherteams

11. November 2005, 18:06
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Innsbruck - Mit dem Phoenix Pharmazie Wissenschaftspreis 2005 eines deutschen Pharmagroßhandelsunternehmen sind zwei Wissenschafterteams vom Institut für Pharmazie der Leopold Franzens Universität Innsbruck ausgezeichnet worden. Die mit je 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ging erstmals nach Österreich, hieß es in einer Aussendung vom Freitag.

Als innovativste Publikation aus der Kategorie Pharmazeutische Chemie wurde die von Judith M. Rollinger im "Journal of Medicinal Chemistry" veröffentliche Arbeit prämiert. Gemeinsam mit den Koautoren Ariane Hornick, Thierry Langer, Hermann Stuppner und Helmut Prast wurde darin beschrieben, wie mit Hilfe von computerunterstützten Methoden zielgerichtet pflanzliche Naturstoffe zur Therapie von Alzheimererkrankten aufgefunden werden können. In vitro und in vivo Austestungen verifizierten die angewendete Strategie und brachten zwei viel versprechende Arzneistoffkandidaten zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen zum Vorschein.

In der Kategorie Pharmazeutische Technologie wurde eine Publikation aus der Arbeitsgruppe von Univ-Prof. Andreas Bernkop-Schnürch ausgezeichnet, in der die Entwicklung und Effizienz einer neuen Generation polymerer Hilfsstoffe beschrieben wird. Diese neuen Hilfsstoffe - so genannte Thiomere - ermöglichen es, Peptidwirkstoffe wie Insulin in Zukunft in Form von Tabletten oder Nasensprays einzunehmen.

Der Phoenix Pharmazie Wissenschaftspreis feierte 2005 sein zehnjähriges Bestehen. Teilnehmen konnten alle wissenschaftlichen Mitarbeiter pharmazeutischer Hochschulinstitute und Forschungsstellen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.(APA)

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