Babyleichen in Graz: Verdacht auf fünfte Schwangerschaft erhärtet sich

13. November 2005, 19:14
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Staatsanwaltschaft bestätigt Ausweitung der Voruntersuchungen

Graz - Im Fall jener 32-jährigen Frau, die vier Babys nach der Geburt getötet haben soll und auf einem Grundstück in Graz "entsorgt" hat, sind die Voruntersuchungen ausgeweitet worden. Die Verdachtsmomente hätten sich dahingehend verhärtet, dass die 32-Jährige ein fünftes Mal schwanger gewesen sein könnte, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Peter Gruber. Eine entsprechende Babyleiche gebe es aber nicht.

Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die Grazerin im Sommer 2004 schwanger gewesen sein könnte, so Gruber. Deshalb sei die Voruntersuchung ausgedehnt worden. Laut dem Kurier sollen Zeugen einen "Schwangerschaftsbauch" bemerkt haben. Die zeitliche Zuordnung sei aber noch nicht möglich gewesen. Darauf angesprochen, wollte sich der Staatsanwalt nicht konkret äußern: "Das ist alles Gegenstand der Erhebung."

Im Juni dieses Jahres waren die Leichen von vier Neugeborenen auf dem Grundstück der 32 Jahre alte Buchhalterin gefunden worden. Zwei tote Körper entdeckte man in einer Gefriertruhe. Eine der kleinen Leichen war in einem Malerkübel einzementiert, eine weitere in einem Plastiksack versteckt. Ihr 38-jähriger Lebensgefährte, der inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, soll von den Schwangerschaften nichts bemerkt haben. (APA)

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