Stagnation bei Kindergeld-Vätern

11. November 2005, 12:31
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SPÖ-Familiensprecherin Kuntzl verdeutlicht Handlungsbedarf: Starre Regelung lockern

Wien - Die aktuellen Daten zum Kindergeld, wonach der Männeranteil bei den BezieherInnen auf niedrigem Bereich stagniert, während die Gesamtzahl der BezieherInnen steigt, ist für SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl neuerlicher Beleg, dass dringender Reformbedarf bei der Kindergeld-Regelung gegeben ist. "Weder halbherzige Halbe-Halbe-Kampagnen, noch Mutterglück-Werbung, sondern lediglich bessere gesetzliche Maßnahmen können die Väterbeteiligung steigern", ist Kuntzl überzeugt.

Regelung lockern

"Die Lebensrealitäten haben sich für die meisten Frauen und eine Vielzahl der Männer radikal verändert. Die Politik muss dem entsprechen und mit gezielten Maßnahmen endlich aufholen. Väter, die an der Betreuung ihrer Kinder teilhaben wollen, brauchen tatsächliche Unterstützung und Förderung", so Kuntzl. Die derzeit starre Regelung beim Kindergeld erschwert Vätern, ihren Teil der Versorgungsarbeit zu übernehmen, denn das Familieneinkommen würde unzumutbar fallen, wenn der Vater im Rahmen der Zuverdienstgrenze auf den Job verzichtet. "Wir sind aber nicht für eine einfache Streichung der Zuverdienstgrenze. Unser Modell sieht eine Wahlmöglichkeit - nämlich zwischen Arbeitszeitreduktion oder Zuverdienstgrenze vor. Damit würde den Eltern individuelle Gestaltungsmöglichkeit geboten", so die SPÖ-Familiensprecherin, die abschließend unterstrich: "Auch der Papa-Monat wäre eine schöne Möglichkeit, Vätern in den ersten Wochen nach der Geburt ihres Kindes die Betreuung zu ermöglichen." (red)

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