Reale Jobchancen statt schöner Bilder

11. November 2005, 12:28
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Heinisch-Hosek kritisiert Frauen- und Familienministerium für Finanzierung von Werbekampagnen

Wien - SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek erinnerte am Freitag an die aktuellen Arbeitsmarkdaten: "Eine Jugendarbeitslosigkeit von mehr als zehn Prozent und eine Frauenarbeitslosenquote von annähernd neun Prozent sollten bei jeder Regierung die Alarmglocken läuten lassen. Junge Frauen brauchen reale Jobchancen und keine schönen Kampagnebilder."

Rechenbeispiel

Heinisch-Hosek rechnete vor, dass allein mit den bisher vom Frauen- und Familienministerium angegebenen Zahlen für die beiden Kampagnen (1,6 Mio Euro) für 133 Mädchen ein technischer Ausbildungsplatz in einer Lehrlingsstiftung finanziert werden könnte. "Mit einer solchen mehrjährigen Ausbildung hätten diese Mädchen - im Gegensatz zu den kurzfristigen Lehrgangsplätzen der Regierung, deren jeweilige Verlängerung unsicher ist - eine qualifizierte Grundlage für lebenslang gute Chancen am Arbeitsmarkt."

Zehn-Punkte-Programm

Die bisherigen Maßnahmen der Regierung gegen die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen bezeichnete Heinisch-Hosek als "Augenauswischerei": "Die Schere zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden ist unter der Regierung Schüssel größer geworden. Wir wollen jungen Frauen die Möglichkeit geben, ihr Leben auf eigenen Beinen, mit eigener Berufstätigkeit selbst zu bestimmen. Das Zehn-Punkte-Programm der SPÖ für Lehrlinge und Arbeitsstiftungen für junge Frauen gehören dazu; teure Kampagnen ohne substanziellen Inhalt helfen da wenig und werden sicher nicht zu den diesbezüglichen Maßnahmen zählen", so Heinisch-Hosek abschließend. (red)

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