Solarenergie auf Vormarsch

21. November 2005, 14:33
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Umweltminister Pröll hat den dreimillionsten Quadratmeter Solar-Kollektorfläche in Österreich übergeben

St. Pölten - Solarenergie befindet sich in Österreich weiter im Vormarsch. Umweltminister Josef Pröll hat heute, Freitag, in der NÖ Landwirtschaftskammer in St. Pölten den dreimillionsten Quadratmeter Solar-Kollektorfläche in Österreich an das Landespensionistenheim Stockerau übergeben. Im Rahmen des Events erfolgte auch der Startschuss für die "Solarkampagne Niederösterreich".

Die Produktion von Solaranlagen entwickelte sich in den vergangen Jahren von einem Nischenbereich zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor, so der NÖ Landespressdienst. Ursprünglich wurden thermische Solaranlagen primär in Einfamilienhäusern eingesetzt, rund 15 Prozent aller Bauten verfügen bereits über entsprechende Einrichtungen. Die positive und effiziente Wirkungsweise der Solarzellen beschränkt sich jedoch nicht nur auf Eigenheime. Solarwärme hält schon seit geraumer Zeit verstärkt Einzug im Wohnbau, im Hotellerie- und Gastgewerbe, oder in Sport- und Freizeitanlagen. Neben der Warmwassererwärmung habe vor allem die solare Raumheizung enorm an Bedeutung gewonnen.

Boomende Branche

Die österreichische Solarwärmebranche machte 2004 einen Umsatz von 178 Millionen Euro und sicherte insgesamt 3.600 Arbeitsplätze. Von den im Jahr 2004 in Europa installierten 1,4 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren stammten knapp 30 Prozent aus österreichischer Produktion. Diese Vorreiterrolle half nicht nur bei der Erreichung der Klimaschutzziele, sondern spiegelte in signifikanter Weise auch die wirtschaftliche Bedeutung der Solarwärmebranche wider.

Gelingt es, entsprechende Marktimpulse zu setzen und den Aufschwung am Solarmarkt beizubehalten - in den Jahren 1990 bis 2000 betrug das Wachstum 15 Prozent pro Jahr - so wären im Jahr 2010 fast 4 Millionen Quadratmeter Kollektorgesamtfläche installiert. Damit würden mehr als 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze durch Solarthermie geschaffen werden, dementsprechend steigen würde der Gesamtumsatz der Branche. (APA)

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    Umweltminister Pröll eröffente in Niederösterreich die "Solarkampagne Niederösterreich".

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