Britannia-Preis: Seltener Auftritt von Liz Taylor

17. November 2005, 19:16
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Hollywoodstar nahm Preis der britischen Filmakademie BAFTA für hervorragende Leistungen persönlich entgegen

Los Angeles - Hollywood-Diva Elizabeth Taylor (73) hat in der Nacht zum Freitag einem Ehrenpreis der britischen Filmakademie BAFTA persönlich entgegen genommen. Die zweifache Oscar-Gewinnerin, die wegen schwerer Gesundheitsprobleme das Scheinwerferlicht weitgehend meidet, musste einen Rollstuhl benutzen. Die einst "schönste Frau der Welt" überspielte ihre Beschwerden mit einem strahlenden Lächeln. Der einst blond gefärbte Star ist nun wieder auf eine schwarze Haarpracht umgestiegen.

Shirley MacLaine überreichte Taylor den Britannia-Preis in Anerkennung ihrer "künstlerischen Exzellenz", wie die BAFTA (The British Academy of Film and Television Arts) in Los Angeles vorab angekündigt hatte. Bei der Preis-Gala in Beverly Hills wurden auch Tom Cruise und "Harry Potter"-Regisseur Mike Newell mit Auszeichnungen bedacht. Zu früheren Britannia-Preis-Empfängern zählen Filmgrößen wie Peter Ustinov, Anthony Hopkins, Stanley Kubrick und Steven Spielberg.

Taylor war fünf Mal für Oscar nominiert

Als Teenager mit den berühmten "violetten" Augen hatte Taylor mit 21 Jahren schon über 20 Filme abgedreht. Obwohl fünf Mal für einen Oscar nominiert, konnte sie die begehrte Statuette nur zwei Mal entgegen nehmen: Für ihre Rolle eines Call-Girls in "Telefon Butterfield 8" (1960) und als notorisch streitsüchtige Partnerin von Richard Burton in Mike Nichols "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" (1966).

Die an Herzinsuffizienz und schwerer Osteoporose leidende Schauspielerin war in der letzten Oscar-Nacht überraschend auf Elton Johns Party erschienen. Sie wollte der Welt beweisen, dass sie noch lebe, scherzte der Star damals. In der vergangenen Woche brachte die Aids-Aktivistin die Kraft auf, ein neues Zentrum für Aidsforschung an der Universität Los Angeles einzuweihen. (APA)

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    Shirley MacLaine überreichte Elizabeth Taylor den Britannia-Preis in Anerkennung ihrer "künstlerischen Exzellenz".

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