Microsoft legt Streit mit südkoreanischem Internetanbieter bei

20. November 2005, 15:53
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30 Millionen US-Dollar schweres Abkommen - Handelskomission will Kartellklage aber weiterverfolgen

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat in einem Rechtsstreit mit dem südkoreanischen Internetanbieter Daum Communications eine Einigung erzielt. Die Vereinbarungen zur Beilegung des Kartellstreits hätten ein Volumen in Höhe von 30 Mio. Dollar (25,5 Mrd. Euro), teilten die Unternehmen am Freitag mit. Darin enthalten seien eine Zahlung von zehn Mio. Dollar an Daum, Werbeaktivitäten und andere Geschäftsvereinbarungen im Wert von ebenfalls jeweils zehn Mio. Dollar.

Abmachung

Daum versprach, alle Klagen gegen den US-Konzern zurückzuziehen. Der führende koreanische Betreiber eines Internet-Portals hatte Microsoft vorgeworfen, durch die Bündelung einer Reihe von Softwareanwendungen im Betriebssystem Windows den Wettbewerb zu verzerren. Vor vier Jahren hatte Daum eine entsprechende Beschwerde bei der südkoreanischen Kartellbehörde eingelegt. Im April vorigen Jahres reichte das Unternehmen zusätzlich eine Entschädigungsklage gegen den Softwarekonzern ein.

Ermittlungen

Unabhängig von der Einigung will die südkoreanische Handelskommission (FTC) eigenen Angaben zufolge den Fall Microsoft weiterverfolgen. Die Ermittlungsergebnisse wollte die Kommission noch vor Jahresende bekannt geben.

Immer wieder

Bereits im vergangenen Monat hatte Microsoft mit Vereinbarungen in Höhe von 761 Mio. Dollar einen jahrelangen Kartelldisput mit dem Softwarehersteller RealNetworks friedlich regeln können. Der Hersteller der Multimediasoftware Real Player hatte dagegen geklagt, dass Microsoft seinen Windows Media Player mit dem Betriebssystem bündelt. (APA)

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