Ex-Refco-Chef Bennett wegen Wertpapierbetrugs angeklagt

21. November 2005, 13:25
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Der ehemalige Chef des mittlerweile in Konkurs gegangenen US-Rohstoff- und Terminbrokers wurde in acht Punkten angeklagt

New York - Der ehemalige Chef des mittlerweile in Konkurs gegangenen US-Rohstoff- und Terminbrokers Refco, Phillip Bennett, ist am Donnerstag von einer Grand Jury in acht Punkten angeklagt worden. Bennett werde unter anderem Wertpapierbetrug vorgeworfen, hieß es in einem von der Staatsanwaltschaft in Manhattan in Teilen zur Verfügung gestellten Dokument.

Zudem soll er gegenüber der US-Börsenaufsicht falsche Angaben gemacht haben. Die Strafverfolger fordern von dem Ex-Chef des Brokerhauses darüber hinaus ein Bußgeld von mindestens 700 Millionen Dollar (595 Mio. Euro).

Bennett war wegen Wertpapierbetrugs im Umfang von mehreren hundert Millionen Dollar festgenommen worden. Der 57-Jährige soll eine Firma kontrolliert haben, die Refco 430 Millionen Dollar schuldet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, diese Schulden beim Refco-Börsengang im August verschleiert und die Anleger damit getäuscht zu haben. Bennett hat das Geld zwar mittlerweile mit Zinsen zurückgezahlt. Die unter dem Schutz des US-Konkursrecht arbeitende Refco hat mittlerweile ihre begehrte Terminhandelssparte an die britische Hedge-Fonds-Gruppe Man verkauft. (APA)

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