Republikaner besorgt über Bekanntwerden mutmaßlicher CIA-Geheimlager

18. November 2005, 10:53
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Bedenken wegen "undichter Stelle", aber nicht über dortige Vorgänge

Washington - Der Mehrheitsführer im US-Senat, Bill Frist, ist im Zusammenhang mit den Berichten über geheime Gefangenenlager der CIA in Osteuropa besorgt über eine mögliche undichte Stelle. Sie stelle eine größere Gefahr für die nationale Sicherheit dar als das, was in den Lagern geschehe. Er habe keine Bedenken darüber, was dort passiere, betonte Frist. "Meine Sorge sind undichte Stellen, die die Sicherheit gefährden - Ende."

Er wies darauf hin, dass auch der Geheimdienst selbst strafrechtliche Ermittlungen wegen der möglichen Weitergabe sensibler Informationen über geheime Lager an die Zeitung "The Washington Post" gefordert hat. Das Weiße Haus hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Mehrere osteuropäische Regierungen betonten indessen, dass es auf ihrem Territorium keine Lager für mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder gebe. Sowohl die Europäische Union als auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kündigten bereits Untersuchungen an.

Frist und der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dennis Hastert, haben die Geheimdienstausschüsse beider Häuser aufgefordert, Ermittlungen einzuleiten. Als aus der Regierung von US-Präsident George W. Bush rechtswidrig der Name einer CIA-Agentin an die Öffentlichkeit gelangte und die Frau so enttarnt wurde, protestierten Frist und Hastert nicht. Die Enttarnung gilt als Racheakt am Ehemann der Agentin, der die Irak-Politik Bushs kritisierte. (APA/AP)

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