Sieben Festnahmen nach Terroranschlägen

24. November 2005, 14:27
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Palästinenser und sechs Libanesen hatten offenbar Kontakt zu mutmaßlichen Attentätern

Beirut - Die libanesische Polizei hat am Donnerstag im Zusammenhang mit einer Serie von Bombenanschlägen im Libanon einen Palästinenser und sechs Libanesen festgenommen. Der Funktionär der Syrien nahe stehenden Palästinenser-Organisation Al-Saika und die Libanesen hätten Kontakt zu drei bereits inhaftierten Libanesen gehabt, hieß es aus Sicherheitskreisen in Beirut.

Diese hatten nach Angaben der Polizei am 22. Oktober gestanden, von einem libanesischen Mittelsmann eines syrischen Agenten beauftragt worden zu sein, Anschläge zu verüben, und dafür Geld angenommen zu haben.

Seit Abzug der syrischen Truppen im April wurden im Libanon 14 Bombenattentate verübt. Der syrische Rückzug war maßgeblich durch die Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsident Rafik Hariri am 14. Februar ausgelöst worden. Die damalige Opposition in Beirut verdächtigt syrische Geheimdienste auch hinter dieser Tat. Der deutsche Leiter des UNO-Ermittlungsteams, Detlev Mehlis, hat bei seinem Ermittlungen in dem Mordfall nach einem im Oktober vorgelegten ersten Bericht starke Indizien dafür gefunden. (APA/dpa)

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