Ein Buch statt vieler Interviews

11. November 2005, 19:11
posten

Was tun, wenn man eigentlich ein feines Essen abhalten will, da aber ein Pressepulk herumtappst?

Wie ermüdend es sein muss, immer das selbe zu sagen, weiß, wer je Politikern zugesehen hat (oder ein- und dasselbe "Exklusivgespräch" zeitgleich in vielen Medien fand): Nicht ohne Grund wurde ja deswegen das Vehikel "Presseaussendung" erfunden. Was aber tun, wenn man eigentlich ein feines Essen abhalten will, da aber ein Pressepulk herumtappst - und jeder Schreiber das gleiche wissen will? Und es eigentlich auch darum geht, ein Produkt zu bewerben?

Für einen (zeit)ökonomisch denkenden Menschen wie Karl Wlaschek eine leichte Übung. Und so stand der einstige Barmusiker und heute milliardenschwere Billagründer Mittwochabend bei der Vorstellung seiner - von Adolf Haslinger verfassten Biografie ("Karl Wlaschek - Eine Erfolgsgeschichte", NP-Verlag) - nur kurz auf: "Lesen sie das Buch - und sie wissen alles." Punkt. Mahlzeit. Schließlich hatte Wlaschek - unter anderen - Elisabeth Gürtler, Janet Kath, Veit Schalle und Klaus Liebscher am Tisch. Und denen braucht er seine Lebensgeschichte nicht vorzubeten. (DER STANDARD Printausgabe, 11.11.2005)

  • Der Biograph mit der Legende: Haslinger (rechts) und Wlaschek im Palais Daun-Kinsky
    foto: rott

    Der Biograph mit der Legende: Haslinger (rechts) und Wlaschek im Palais Daun-Kinsky

Share if you care.