Bawag um Sicherung ihrer Ansprüche bei Verkauf bemüht

17. November 2005, 18:47
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Die heimische Bawag P.S.K. hat gemeinsam mit rund 40 anderen Gläubigern dem Verkauf des US-Brokers Refco widersprochen

New York/Wien - Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die österreichische BAWAG P.S.K. gemeinsam mit rund 40 anderen Gläubigern dem Verkauf des US-Brokers Refco widersprochen, solange ihre Vermögenswerte bei Refco nicht gesichert seien. Unter den vorgeschlagenen Verkaufsbedingungen könnten die Gläubiger, darunter die österreichische Gewerkschaftsbank, ihre Ansprüche nur gegen die Verkaufserlöse geltend machen, heißt es.

Die BAWAG habe eine Forderung gegen Refco von 234 Mio. Dollar (199 Mio. Euro). In großen Insolvenzfällen erhalten ungesicherte Gläubiger üblicherweise nur etwa 40 Cents pro Dollar, so Bloomberg weiter. Der Refco-Verkauf muss noch vom Konkursgericht in New York genehmigt werden. Dazu soll Donnerstag nachmittag (Ortszeit) eine Anhörung stattfinden.

Man Group überbietet

Man Financial, die Broker-Sparte des britischen Hedge Fonds Man Group Plc, ist in der Auktion um die Vermögenswerte des insolventen US-Brokers Refco Inc. offenbar als Sieger hervorgegangen. Eine Refco-Sprecherin bestätigte, dass Man bei der Versteigerung des insolventen US-Brokers in New York erfolgreich war. Nun sei noch die Genehmigung durch das Konkursgericht ausständig. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Zuletzt waren fünf Bieter an der Übernahme von Refco interessiert. Die Auktion erfolgte laut Medienberichten am Mittwoch in New York.

Refco hatte im Oktober nur zwei Monate nach dem 583 Mio. Dollar (497 Mio. Euro) schweren Börsengang Gläubigerschutz beantragt, das Unternehmen wurde von der New Yorker Börse wieder delistet. Die Refco-Aktie hatte im Zuge des Insolvenzverfahrens fast den gesamten Wert verloren. Die österreichische BAWAG ist wegen eines Großkredits einer der größten Refco-Gläubiger. (APA)

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