IBM entwickelt 3D-Technik für TV-Geräte

18. November 2005, 10:33
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Upgrade fürs Wohnzimmer wird etwa 20 Dollar kosten

IBM hat eine Technologie vorgestellt, die hochauflösende dreidimensionale Darstellung auf normalen Bildschirmen ermöglicht. Präsentiert wurde die 3D-Technik, für die noch kein Name gefunden wurde, in der Nacht auf heute, Donnerstag, auf der 22. Flat Information Display Conference in San Francisco. Die Kosten für die Aufrüstung eines herkömmlichen DLP (Digital Light Processing)-TV-Gerätes beziffern die Entwickler mit rund 20 Dollar, berichtet das Branchenportal Cnet.

50 Zoll Rückprojektor

Zur Demonstration verwendete IBM einen 50 Zoll Rückprojektor, der mit der notwendigen Hard- und Software aufgerüstet wurde. Das dreidimensionale Bild wird dabei in zwei Bilder aufgesplittet. Der Zuseher benötigt für den 3D-Genuss eine spezielle Brille, wie man sie aus IMAX-Kinos kennt. Bisher brauchte man für die 3D-Darstellung zwei Projektoren, die gleichzeitig Bilder auf die Leinwand warfen. Durch die IBM-Software ist nur mehr ein Projektor notwendig, erläuterten die Entwickler. Die Bilder für das rechte und das linke Auge werden hierbei abwechselnd auf den Schirm projiziert. Beim Demofilm wurden 144 Frames pro Sekunde verwendet.

Partner gesucht

Zwei Jahre lang wurde am Reißbrett an der Technik gefeilt. "Nun haben wir das Proof-of-Concept-Stadium erreicht und sind auf der Suche nach Partnern, die die Technik auf den Markt bringen wollen", erklärte Jim Santoro, License Program Manager bei IBM. Bei technischen Details hielt sich Santoro bedeckt, ließ lediglich wissen, dass die eingesetzte Software mit allen Direct3D- und OpenGL-Anwendungen kompatibel sei.

Mit dem IBM-Fortschritt sei der Einzug von 3D in die Wohnzimmer nun preisgünstig realisierbar. Spielfilme und Sportübertragungen sollen in Zukunft dreidimensional gesendet werden. Videospiele stehen ebenfalls auf dem Wunschzettel. "Im Moment befinden wir uns noch in der Testphase, jedoch haben schon einige TV-Stationen Interesse bekundet, Sportveranstaltungen in 3D senden zu wollen", so Santoro. (pte)

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