Jung-europäisches in der Sammlung Essl

17. November 2005, 19:09
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Ausstellungen zu den Preisträgern der "Essl Awards" und als Fortsetzung "hotspots"

Klosterneuburg - Aktuelle junge Kunst aus Europa zeigt die Sammlung Essl in Klosterneuburg in zwei neuen Ausstellungen, die bis Ende Jänner 2006 zu sehen sind: Die Preisträger des erstmals ausgeschriebenen "Essl Award für Zentral- und Südosteuropa" sowie - in Fortsetzung der neu positionierten Reihe "emerging artists" - die Gruppenausstellung "hotspots".

Es sei wichtig, auch junge Kunstpositionen in musealem Umfeld zu präsentieren, sagte Sammler Karlheinz Essl am Donnerstag. Länderübergreifender Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Kunsthochschulen bilde dabei ebenso einen positiven Nebeneffekt wie der Quervergleich von Kunstszenen aus Ost-, Zentral- und Westeuropa. Essl: "Das haben Sie sonst nirgends!"

Donauraum und Mitteleuropa

Nach erfolgter Vorauswahl durch eine internationale Jury aus mehr als 300 Einreichungen in den Bereichen Malerei, Video, Fotografie und Skulptur stellten Sini Zein und Andreas Hoffer die Arbeiten der "Essl Award"-Preisträger aus Kroatien (Nikola Kovac, Miroslav Mirt), der Slowakei (Dorota Kenderova, Martin Sedlak), Slowenien (Julij Borstnik, Mark Pozlep), Tschechien (Katerina Seda, Ondrej Brody) und Ungarn (Agnes Toth, Agnes Verebics) zusammen. Erhard Busek, Leiter des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, übernahm den Ehrenvorsitz.

Der Essl Award soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden. Karlheinz Essl kündigte für 2007 die Beteiligung von Bulgarien und Rumänien an.

Selbstorganisation im weitesten Sinn

Aktuelle Kunstszenen aus Amsterdam, Berlin, London, Paris und Wien werden in der "hotspots"-Schau vorgestellt. Zehn Szenen, verstanden als Formen künstlerischer Selbstorganisation im weitesten Sinn, mit insgesamt 68 Künstlern sowie Künstler-Kuratoren wurden eingeladen. Wie Kuratorin Christine Humpl erklärte, bestätige die Ausstellung durchaus nicht gängige Klischeevorstellungen von junger Kunst: Die Teilnehmer seien keine "trashigen Paradiesvögel", sondern seriös arbeitende Künstler. (APA)

  • Janice McNab: "Belgian Creams" (2005)
    foto: sammlung essl / edo kuipers

    Janice McNab: "Belgian Creams" (2005)

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