Deutschland: Zeitungsjournalisten fordern 3,5 Prozent mehr Gehalt

21. November 2005, 11:04
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Journalisten-Verband will raschen Abschluss der Tarifverhandlungen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) rechnet mit einer Einigung bei der nächsten Runde der Tarifverhandlungen für die Redakteure und freien Mitarbeiter von Zeitungen. "Wir gehen mit der Erwartung eines Gehaltsabschlusses in die zweite Verhandlungsrunde mit den Tageszeitungsverlegern", sagte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff am Donnerstag in Berlin. Das zweite Treffen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften soll am Freitag in Hamburg stattfinden.

Der DJV fordert 3,5 Prozent höhere Gehälter für die rund 14.000 Redakteure der Tageszeitungen in Deutschland. Die Honorare der freien Mitarbeiter sollen im gleichen Umfang angehoben werden. "Nach Jahren des realen Einkommensverzichts steht den Journalisten endlich wieder ein Zuwachs bei Gehältern und Honoraren zu", sagte Engeroff.

Die Gewerkschaft ver.di verlangt vier Prozent mehr Einkommen sowie die Einbeziehung der Onlineredaktionen in den Gehaltstarifvertrag. Bei der ersten Runde am 29. September in Düsseldorf hatte der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger die Forderungen der Arbeitnehmerseite zurück gewiesen. (APA/AP)

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