Handy-TV: In fünf Jahren fast eine halbe Mrd. Umsatz erwartet

17. November 2005, 09:46
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Studie: Breitere Akzeptanz für Mobile-TV als für Klingeltöne, Logos oder Spiele

Fernsehen auf dem Handy wird im Jahre 2010 einer Studie zufolge rund 450 Mio. Euro Umsatz bringen. Viele Kunden seien bereit, für diesen Zweck rund 5 bis 12,50 Euro pro Monat auszugeben. Mobile-TV sei im Wesentlichen ein Abo-Service und werde durch Werbung nicht sehr viel Geld erlösen. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Berliner Beratungsunternehmens Goldmedia in Zusammenarbeit mit dem Medienkonzern NBC Universal.

Interesse wächst

Das große Interesse der Mobilfunk- und Inhalte-Anbieter an der Einführung von TV-Angeboten für das Handy werde immer deutlicher. Auch die Einstellung der potenziellen Nutzer sei positiv. Nationale wie internationale Pilotversuche zeigten, dass es für Mobile-TV ein beachtliches Nutzerpotenzial gebe und die Konsumenten ihr liebstes Hobby, das Fernsehen, auch auf ihrem liebsten Tagesbegleiter, dem Handy, nutzen wollten.

Während die Interessen für bisherige mobile Entertainment-Angebote wie Klingeltöne, Logos oder Spiele auf bestimmte, zumeist jüngere, Nutzergruppen beschränkt seien, sei für Handy-TV mit einer wesentlich breiteren Akzeptanz zu rechnen, berichtete Goldmedia. Mobiles Fernsehen am Handy schaffe für das Fernsehen neue Sendezeiten- Schwerpunkte und Programmformate. Für Mobile-TV sei ein häufigerer, jeweils kürzerer und über den Tag verteilter Fernsehkonsum zu erwarten.

Keine "Konvergenz"

Eine "Konvergenz", ein Zusammenwachsen mit dem herkömmlichen TV, werde es eher nicht geben. Die Nutzungsszenarien beim mobilen TV sind laut Goldmedia nur mit wenigen Programmkategorien des stationären Fernsehens unmittelbar kompatibel. "Vor allem erscheint die Produktion ganz neuer, passgerechter Programmformate sinnvoll und Erfolg versprechend", sagte Goldmedia-Berater Michael Lessig.(APA/dpa)

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