Masterplan soll IKT-Standort Österreich stärken

17. November 2005, 09:46
posten

Paket von 44 Maßnahmen vorgeschlagen

Ein Paket von 44 Maßnahmen umfasst der nun vorliegende IKT-Masterplan zur Verbesserung des IKT-Standortes Österreich, darunter der Ausbau der Infrastruktur, die Breitbandförderung, die Erleichterung von Unternehmensgründungen oder Förderung von Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz des IKT-Sektors lag 2004 bei rund 14,5 Mio. Euro, beschäftigt waren in der Branche mehr als 120.000 Mitarbeiter.

Stärken-/Schwächen Analyse

Vizekanzler und Infrastrukturminister Gorbach hatte im Juni 2005 die RTR-GmbH mit der Erstellung eines IKT-Masterplans für Österreich beauftragt, die in enger Kooperation mit dem Verkehrsministerium eine Stärken-/Schwächen Analyse und eine Ist-Erhebung der österreichischen Position im IKT-Markt durchgeführt und die strategischen und operativen Ziele sowie ein Maßnahmenpaket erarbeitet hat, so Andreas Reichhardt, Leiter der Sektion III im Verkehrsministerium.

Ziel sei es, Österreich einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft nachhaltig zu sichern und als attraktiven Wirtschaftsstandort in einem harten Konkurrenzumfeld nachhaltig zu positionieren.

Beitrag

Der vorliegende IKT-Masterplan verstehe sich als ein Beitrag, mit dem eine umfassende Diskussion aller betroffenen Gruppen initiiert und die Planung sowie Realisierung der Umsetzung durch die verantwortlichen Stellen unterstützt werden soll, so der Geschäftsführer der RTR Gmbh, Georg Serentschy.

Das Spektrum der Maßnahmen reicht dabei von einer umfassenden IKT-Informationspolitik, über die Stärkung des nationalen Bewusstseins bis hin zu einer Verbesserung der internationalen Wahrnehmung. Im letzten Fall sei konkret angedacht, internationales Networking zu verbessern, um in weiterer Folge Österreich als IKT-Standort speziell für Osteuropa weiter auszubauen, so Reichhardt.

Wesentlich für den Ausbau von IKT und der damit verbundenen Standortattraktivierung werde mehr denn je die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Aus- und Weiterbildung im IKT-Bereich sein, betonte Serentschy. Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Umsetzung des IKT-Masterplans sei die Erleichterung von Unternehmensgründungen, etwa durch die Forcierung von "Business Angels"-Netzwerken.

Immer wichtiger werde, die Entwicklung flächendeckender Infrastruktur zu fördern und die nachhaltige Versorgung aller mit breitbandigen Diensten sicherzustellen. Für eine entsprechende Realisierung dafür sei sicherlich eine angebotsseitige Breitbandförderung erforderlich. Dann solle die nationale Förderstrategie mit lokalen Initiativen kombiniert werden, um möglichst effektiv die 'weißen' Flecken auf der Landkarte zu beseitigen. Darüber hinaus solle der IKT-Infrastrukturaufbau gefördert werden - Stichwort Leerverrohrung oder Genehmigungsverfahren.

Breitband

Forciert werden soll auch die IKT-Nutzung wie etwa die nachfrageseitige Breitbandförderung oder die Förderung von österreichischem Content. Insbesondere zur Hilfestellung bei der Markteinführung von Forschungsprojekten oder Diensten im öffentlichen Interesse soll eine Initiative zum Beispiel in Form eines Förderprogrammes gestartet werden, so Reichardt.

Der IKT-Masterplan sei Beitrag für Österreich, zukünftige Herausforderungen wie Globalisierung, Intensivierung des Standortwettbewerbs oder den Gefahren der sozialen Trennung gut gerüstet anzunehmen, so Serentschy. (APA)

Link

RTR

Share if you care.