Gehaltsverhandlungen für österreichische Telekom-Branche eskalieren

11. November 2005, 14:47
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Protestaktion der Angestellten der Telekoms - Arbeitgeber verweigern Gehaltserhöhungen um mehr als 2 Prozent

Die Gehaltsverhandlungen für die österreichische Telekom-Branche eskalieren: Weil sich die Arbeitgeber, angeführt von T-Mobile-Chef Georg Pölzl weigern, die Gehälter um mehr als 2,0 Prozent zu erhöhen, findet Montagfrüh vor dem T-Mobile-Gebäude am Rennweg eine von der GPA organisierte öffentliche Betriebsversammlung statt, zu der Beschäftigte aller Telekom-Betreiber eingeladen sind, erfuhr DER STANDARD aus Verhandlerkreisen.

"Zumindest die Inflation"

Sie wollen "zumindest die Inflation" abgegolten haben, zumal viele Telekomfirmen wieder (Rekord-)Gewinne schreiben. Als Richtwert gilt der Abschluss der IT-Branche, der 2,6 Prozent beträgt.

Besonders pikant: Im T-Mobile-Gebäude durften nicht einmal die Einladungsplakate für die Versammlung aufgehängt werden.

5500 Mitarbeiter

In den alternativen Telekommunikationsunternehmen in Österreich - zu ihnen gehören vor allem die Mobilfunkunternehmen T-Mobile, One, Hutchison ("3"), Tele2/ UTA, Tele.ring und teilweise A1 - sind rund 5500 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vorjahr erhielten sie 2,1 Prozent mehr Gehalt. Für die rund 13.100 Beschäftigten der Telekom Austria laufen gesonderte KV-Verhandlungen. Auch hier soll ein Abschluss über der Inflationsrate (im September lag sie bei 2,9 Prozent) ausgehandelt werden.(ung, red/DER STANDARD, Printausgabe vom 10.11.2005)

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