Swisscom mit weniger Umsatz aber mehr Gewinn

17. November 2005, 09:46
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Abbau von 260 Arbeitsplätzen - Umsatz im Mobilfunk stagniert trotz Kundenzuwachs

Das Schweizer Telekom-Unternehmen Swisscom hat in den ersten neun Monaten 2005 zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 7,3 Milliarden Franken (4,73 Milliarden Euro). Der Reingewinn stieg von 1,14 Milliarden auf 1,65 Milliarden Franken. Die Swisscom will im nächsten Jahr 260 Stellen streichen.

Personal wird abgebaut

Damit würden 1,7 Prozent aller Vollzeitarbeitsplätze abgebaut, teilte die Swisscom am Donnerstag mit. Die Betroffenen würden wie bisher bei der Suche nach einem neuen Job intensiv betreut und erhielten über eine bestimmte Zeit den vollen Lohn. Darauf habe man sich mit den Sozialpartnern geeinigt.

Jede Sparte muss sparen

Die meisten Stellen werden bei Swisscom Fixnet gestrichen, wo 190 Arbeitsplätze wegfallen. Die Mobilfunksparte wird 50 Jobs einbüßen, die zentralen Bereiche verlieren 20. Bereits von Jänner bis Ende September 2005 ging der Personalbestand um 356 auf 15.288 Vollzeitstellen zurück. Allerdings werde im kommenden Jahr die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Schweiz auf Grund von Firmenkäufen und des Aufbaus neuer Geschäftsfelder leicht steigen.

Die Swisscom begründet den Stellenabbau mit der Sicherung der Konkurrenzfähigkeit. Der scharfe Wettbewerb, die neuen Technologien wie die Internettelefonie und die Eingriffe des Regulators in den Markt führten zu weiter fallenden Preisen und damit auch künftig zu hohem Kostendruck.

Weniger Umsatz

In den ersten neun Monaten 2005 schrumpfte der Umsatz der Festnetzsparte mit externen Kunden um 4,4 Prozent auf 3,27 Mrd. Franken. Der Mobilfunk konnte seine Umsätze knapp bei 2,754 Mrd. Fr. halten (-0,1 Prozent), obwohl die Zahl der Handykunden netto um 229.000 auf 4,17 Millionen stieg. Dies sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Einen Einbruch von 12,7 Prozent auf 835 Mio. Fr. Umsatz musste die Geschäftskundendivision Solutions hinnehmen. Dagegen konnte das Segment Übrige, welches unter anderem die Billag und die IT Services umfasst, den Umsatz um 15,5 Prozent auf 395 Mio. Fr. steigern.

Die Swisscom konnte den Umsatzrückgang nicht vollständig durch Einsparungen beim Betriebsaufwand kompensieren. Deshalb sank der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 3,5 Prozent auf 3,27 Mrd. Franken.

Mehr Gewinn

Unter dem Strich stieg allerdings der Reingewinn unter anderem wegen des Wegfalls des Verlusts des verkauften deutschen Telekomanbieters Debitel um 44,6 Prozent auf 1,65 Mrd. Franken.

Für das Gesamtjahr rechnet die Swisscom weiterhin mit einem Rückgang des Umsatzes um 400 Mio. auf 9,6 Mrd. Franken. Der EBITDA dürfte um 300 Mio. auf 4,1 Mrd. Fr. sinken.(APA/sda)

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