Argentinien: Hisbollah doch hinter antijüdischem Anschlag

11. November 2005, 07:59
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85 Menschen starben vor elf Jahren bei Selbstmordattentat

Buenos Aires - Elf Jahre nach dem Bombenanschlag auf das Jüdische Zentrum Amia in Buenos Aires mit 85 Toten hat die argentinische Justiz nach eigenen Angaben erstmals einen Beweis für die Beteiligung der radikal-islamistischen Terrororganisation Hisbollah (Partei Gottes). Der Selbstmordattentäter, der das Bombenfahrzeug vor das Gebäude lenkte, sei als das damals 21-jährige Hisbollah-Mitglied Ibrahim Hussein Berro identifiziert worden, berichtete die Zeitung "La Nacion" am Mittwoch unter Berufung auf den Staatsanwalt Alberto Nisman.

Die Identifizierung des Attentäters sei in achtmonatigen Ermittlungen gelungen, nachdem zwei in den USA lebende Brüder des Mannes in dem Fall ausgesagt hätten. Sie hätten auch zwei Fotos des Täters zur Verfügung gestellt, hieß es weiter.

Hisbollah beherrscht mit seinen Kämpfern den Süd-Libanon und ist als Partei im Parlament in Beirut vertreten. Die schiitische Terrororganisation hat die Vernichtung Israels zum Ziel. Syrien und der Iran unterstützen die Hisbollah politisch, militärisch und finanziell. Die argentinischen Behörden hatten von Anfang an Hisbollah und den Iran verdächtigt, hinter der Tat zu stecken. Der Iran hatte dies stets dementiert. (APA/dpa)

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