Sanader wünscht sich "politische Emanzipation" Bosnien-Herzegowinas

9. November 2005, 18:54
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Kroatischer Ministerpräsident hält zehn Jahre nach Dayton "die Zeit dafür reif"

Zagreb - Der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader (Kroatische Demokratische Gemeinschaft/HDZ) hat Bosnien-Herzegowina aufgefordert, sich "im politischen Sinn zu emanzipieren." Im Zagreber Parlament "Sabor" sagte Sanader am Mittwoch laut kroatischer Nachrichtenagentur Hina, "zehn Jahre nach den Vertrag von Dayton" sei die Zeit gekommen, dass Bosnien-Herzegowina unabhängiger von der Internationalen Gemeinschaft werde.

Kroatien trete für einen sicheren, selbstständigen Staat Bosnien-Herzegowina ein, in dem die Kroaten ein gleichberechtigtes und konstitutives Volk sein sollen. Man werde alle Gespräche unterstützen, welche die drei Volksgruppen des Landes (Serben, Bosniaken (Moslems) und Kroaten) über die Zukunft Bosniens aufnehmen.

"Die Zukunft Bosnien-Herzegowinas sehen wir in einem vereinigten Europa", so Sanader, "wir hoffen, dass bald mit Verhandlungen über das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen begonnen werden kann." (APA)

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