Polizeipräsident: "Das muss man zur Kenntnis nehmen"

6. Dezember 2005, 09:18
9 Postings

Offenbar habe sich "ein konkret Verantwortlicher heraus kristallisiert" - Keine Stellungnahme zum "Update-Treffen"

Wien - Der Wiener Polizeipräsident Peter Stiedl hat am Mittwochnachmittag gegenüber der APA zum Ausgang des Gerichtsverfahrens um den Tod des Mauretaniers Seibane Wague Stellung genommen. Offenbar habe sich "ein konkret Verantwortlicher herauskristallisiert und das muss man zur Kenntnis nehmen", so Stiedl zur Verurteilung eines Polizeibeamten.

Zu den während dem Verfahren thematisierten Ausbildungslücken im Hinblick auf den lagebedingten Erstickungstod meinte Stiedl, man habe pro Jahr 700 bis 900 ähnlich gelagerte Fälle wie jenen des Mauretaniers, der sich zum Zeitpunkt der Amtshandlung offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation befunden hatte.

"Einzelfall"

Trotz dieser Zahl sei "faktisch nie etwas vorgekommen", betonte Stiedl: "Einzelfälle gibts natürlich immer wieder." Es habe "keinen Anlass gegeben, in dem Bereich Maßnahmen zur Verhinderung eines lagebedingten Erstickungstodes" zu ergreifen, so der Polizeipräsident.

Dazu, dass sich mehrere Polizeizeugen vor dem Verfahren zum Befremden der Staatsanwältin und mehrerer Prozessbeobachter getroffen haben um sich "ein Update zu geben" bzw. Bekleidungsvorschriften (so die Beamten) durchzusprechen, wollte Stiedl "nichts sagen". Es gebe jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass es eine Absprache gegeben habe und die Beamten mit ihrem Treffen für einen "Gleichklang" gesorgt hätten. (APA)

Share if you care.