Deutsche Telekom: Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau

14. November 2005, 10:13
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Trotz Milliardengewinn sollen 32.000 Mitarbeiter gehen - Gewerkschaft kündigt weitere Aktionen an

Rund 3.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom haben am Mittwoch in Bayern gegen die Stellenabbau-Pläne des Konzerns protestiert. In München hatten sich rund 2.000 Telekom-Mitarbeiter während der Mittagspause zu einer Kundgebung vor dem Betrieb versammelt, sagte die stellvertretende Leiterin des ver.di-Fachbereichs Telekom, Susanne Becker. Die Telekom will bis Ende 2008 rund 32.000 Arbeitsplätze streichen - der WebStandard berichtete. In Rosenheim gingen dagegen nach Gewerkschaftsangaben rund 350 Beschäftigte des Unternehmens auf die Straße, in Kempten und Nürnberg waren es jeweils etwa 300, und in Augsburg folgten rund 100 Beschäftigte dem Gewerkschaftsaufruf.

"Völlig unverständlich"

"Jeder dritte Arbeitsplatz in Bayern ist bedroht", sagte Becker. Für viele Mitarbeiter sei der angekündigte Stellenabbau angesichts von Milliardengewinnen des Konzerns "völlig unverständlich". Der Leiter des ver.di-Fachbereichs, Günter Ott, warnte zugleich vor zu einer Verschlechterung von Qualität und Service bei der Deutschen Telekom. Kunden müssten länger auf einen neuen Anschluss und die Beseitigung von Störungen warten. Die Gewerkschaft kündigte weitere Aktionen an. Diese seien "die logische Konsequenz aus den Kahlschlag-Fantasien der Telekom", sagte Ott.(APA/dpa)

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